3-tägige Kunstfahrt nach Südbaden und in die Schweiz

„ausgetauscht – Kunstverein March in Nördlingen“ heißt die aktuelle Herbstausstellung des Kunstvereins Nördlingen im neuen Nördlinger Kulturzentrum im Ochsenzwinger, die dort am 25. September 2005 um 11 Uhr eröffnet wird. Gezeigt werden Werke von vier Bildhauern des Kunstvereins March (bei Freiburg). Im Austausch der beiden Kunstvereine werden vom 7. Oktober an vier Künstlerinnen aus Nördlingen ihre Arbeiten in March ausstellen. Diese Kooperation wollen wir zum Anlass nehmen, eine dreitägige Kunstfahrt dorthin anzubieten.

Die Fahrt findet vom 7. bis 9. Oktober 2005 statt. Sie kostet 220,00 € pro Person.

Im Preis enthalten sind die Busreise, zwei Übernachtungen (DZ oder EZ mit D/WC) sowie Frühstück und alle Museumseintritte und Führungsentgelte. Die Kosten für die Verpflegung müssen selbst übernommen werden.

Weitere Programmpunkte:


Museum für Neue Kunst Freiburg

„Ich flüchte in die Wälder…“ – Max Beckmann in Baden-Baden
1.Oktober – 4. Dezember 2005

Die Ausstellung zeigt Werke von Max Beckmann, die auf seine Aufenthalte in Baden-Baden und auf seine von dort aus unternommenen Spaziergänge im Schwarzwald zurückzuführen sind. Im Mittelpunkt der Ausstellung werden Gemälde mit Stadt- und Landschaftsmotiven stehen. Eines dieser elf Werke umfassenden Serie konnte bereits zum Jahresbeginn 2004 als Gast im Museum für Neue Kunst gezeigt werden, die „Waldwiese im Schwarzwald“ aus dem Jahr 1936. 2005 wird es nach Freiburg zurückkehren, in Gesellschaft der anderen aus diesen Aufenthalten in Baden-Baden hervorgegangenen Werke. Zu den Gemälden sind verschiedene Vorzeichnungen und Skizzen entstanden, die erstmalig zusammen gezeigt werden.

Zum erstenmal kam Max Beckmann 1923 von Frankfurt aus in die Kurstadt. Zwischen 1935 und 1937 hielt er sich für mehrere Wochen im Sanatorium auf, um seine angegriffene Gesundheit zu stabilisieren. Er hatte sein Lehramt an der Städelschule verloren und lebte zurückgezogen in Berlin. Kurze Zeit nach seinem letzten Besuch in Baden-Baden 1937 emigrierte er mit seiner Frau nach Amsterdam. Vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund und Beckmanns kritischer Lebenssituation erscheinen die Bildmotive in einem neuen Licht. Die Landschaften und Menschen reflektieren Beckmanns gefährdete Befindlichkeit als Flaneur zwischen Spielsälen, Parkanlagen und Waldeinsamkeit und sind so weit mehr als ein Stimmungsbild der 30er Jahre.

Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Sammlung Frieder Burda erarbeitet und schon vor Freiburg in Baden-Baden zu sehen sein. (Mit Katalog)


Fondation Beyeler, Riehen/CH

René Magritte – Der Schlüssel der Träume
7. August – 27. November 2005

René Magritte, dem rätselhaften belgischen Surrealisten, widmet die Fondation Beyeler eine umfassende Retrospektive, die erste in der Schweiz seit vielen Jahren. Seine ungeheuer suggestiven und oft bestürzenden Bildwelten sind legendär und haben längst im kulturellen Gedächtnis der Moderne ihren Platz gefunden. Jetzt gibt es endlich die Möglichkeit, die berühmte Pfeife, die angeblich keine ist, die nächtliche Strasse unter sonnigem Mittagshimmel, die erschrockene Leserin und die Männer mit Melone im Original zu sehen. Durch seine Bilder zwingt Magritte sein Publikum zu einem Prozess des Erkennens, der oft schockierend wirkt, aber letztlich unerlässlich für das Verständnis seiner Kunst ist.

René Magritte wurde 1898 in Lessines in Belgien geboren und studierte an der Brüsseler Akademie. In den frühen zwanziger Jahren schloss er sich den Surrealisten an und lebte von 1927 bis 1930 bei Paris, wo er Kontakt zum Kreis um André Breton hatte. Von wenigen Auslandsreisen abgesehen, blieb er danach bis zu seinem Tod 1967 in seiner Heimat. Sorgfältig pflegte er das Image eines im Wohnzimmer malenden, immer korrekt gekleideten Kleinbürgers, der aber die berühmten »Leichen im Keller« vermuten lässt, die hinter der Fassade der Anständigkeit verborgen sind. Von diesen Abgründen erzählt seine zu Bildern gewordene Phantasie.

Die Ausstellung in der Fondation Beyeler, die in Zusammenarbeit mit dem BA-CA Kunstforum Wien, der Fondation Magritte und dem ehemaligen Direktor des Louisiana Museum of Modern Art bei Kopenhagen, Steingrim Laursen, entstanden ist, zeigt eine Auswahl von rund neunzig Werken aus allen Perioden von Magrittes Schaffen. Neben vielen Leihgaben aus Museen in Europa und den USA werden Gemälde aus Privatsammlungen gezeigt, die noch kaum jemals öffentlich ausgestellt wurden. (Mit Katalog)